Santa Maria schläft um sechs Uhr morgens. Die Nacht davor in der Reggae Rooftop Bar war mal wieder blutig. Windfinder gab 16 bis 18 Knoten für fünf bis acht Uhr. Bei bisher drei guten Kite-Tagen binnen zwei Wochen ist klar was zu tun ist: mit vier Stunden Schlaf schlendere ich sauber restalkoholisiert durch die dunklen Strassen und suche das erste wache Taxi.
Im Licht der Scheinwerfer zum Mitu Kitebeach strahlt das Salz der Salinen hell auf. Am Strand bin ich ganz allein. Die orange-schwarz gestreifte Tiger-Dogge knutscht verschlafen mit einer Glückskatze. Ein kleiner Schwarm Strandläufer spielt fangen mit den Wellen. Weisse Sanddühnen strahlen golden in der hinter Wolken über Afrika aufgehenden Sonne. Darüber schaut der Mond den Wellen zu. An manchen Tagen ist Kiten Religion. (mehr …)
Kitesurfen auf Boa Vista
Kitesurfen auf den Kapverden
Vom ersten Kitesurfen auf den Kapverden war ich recht enttäuscht. Die Kapverden liegen mitten im Atlantik – also nicht ganz aber doch ein nettes Stück vor der Sahara. Man sollte meinen, der Wind wäre laminar. Ist er aber überhaupt nicht. Er ist extrem böig, jetzt im November ständig von 10 bis 17 Uhr im Sekundentakt wechselnd zwischen 12 und 28 Knoten. Unabhängig, an welcher Küste.
Ein Tauchlehrer am Strand von Estoril hat einen Zodiac für die Recue. Die ist dringend nötig: Maximal 5 Kiter auf 10km, Wind 75 Grad ablandig. Es gibt zwar noch eine kleine vorgelagerte Insel in Windrichtung. Ansonsten lautet der nächste Stop aber Brasilien. (mehr …)







Frank Woelky, Jahrgang ’73. Kitesurfer seit 1998. Seit 2006 bringe ich Kitesurfen und Webdesign auf mehrmonatigen Reisen abseits ausgetretener Pfade unter einen Hut.