Was ich am Reisen so sehr liebe? Die Überraschungen. Die guten wie die schlechten. Das unerwartete. Alles, was man nicht planen kann. Kreuzfahrer und Dauercamper sind – mit eenigen Ausnahmen – mein natürlicher Todfeind. Es lebe der Roadtrip!
Im einen Moment hast du einfach die Schnauze gestrichen voll. Und im nächsten kannst du dein Glück kaum fassen. Über den Bergen vor Tirana bildet sich eine Superzelle. Es blitzt durch einen Wolkenbruch. Aber wir biegen von der totalen Pleite in Dürres kommend einfach nach links ab. (mehr …)
Roadtrip26: Tiefpunkt im Osumi Canyon
Der Osumi Canyon ist nicht der tiefste Canyon Europas. Einen Tag vor unserer Abreise aus Griechenland setzen wir ihn auf unsere Rückreise-Route. Im wirklich hintersten Bergland Albaniens gelegen steht schon die Anreise zum Osumi Canyon unter überhaupt keinem guten Stern.
Google Maps sagt „ab Meteora mit Maut fünfeinhalb Stunden plus Grenzkontrolle“. Dann schreibt uns die Gastwirtin an: „Anreise via Përmet geht derzeit nur mit Jeep“. Genau das wäre jedoch unsere Route gewesen. Der Umweg schlägt nochmal satte 150 km und zweieinhalb Stunden auf die ohnehin schon lange Reisezeit oben drauf. Zweieinhalb Stunden für 150 km? (mehr …)
Roadtrip26: Albanien gegen Trump
Die Einreise von Montenegro nach Albanien geht eigentlich recht schnell. Eigentlich. Man muss nur aufpassen, nach maximal fünf Sekunden nachzurücken. Sonst schiebt sich einer vor. Da sich zusätzlich auch noch massig Biker vordrängen dauert es dann doch fast eineinhalb Stunden. Auf den letzten 100 m vor der Grenze kommen auf jeden abgefertigten zwei Vordrängler. Lautes Pöbeln steigert sich fast zu einer Schlägerei. Dann öffnet die zweite Spur.
In Nordalbanien sind die Straßen ganz wunderbar Kacke. Tiefe Schlaglöcher, Staus und idiotischste Geschwindigkeitsbeschränkungen ziehen an Unmengen von Verkehrstoten-Schreinen in Größe vollwertiger Mausoleen vorbei. Zwei Italienische Hells Angels schaufeln uns den Weg durch einige Polizeikontrollen frei. Montenegrinos Fahne ist Rot. Rot ist Gebot. „60“ bedeutet „mindestens 60 km/h“. Der Fahrstil ist hier noch einen Tick herber als in Montenegro. Wir sind im Wilden Osten. (mehr …)







Frank Woelky, Jahrgang ’73. Kitesurfer seit 1998. Seit 2006 bringe ich Kitesurfen und Webdesign auf mehrmonatigen Reisen abseits ausgetretener Pfade unter einen Hut.