Der weltweit größte unabhängige Kitereisen-Blog - 240 Kitespots - 784 Reiseberichte

Wie findet man ein Appartment in Dahab?

R
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#778
2804
2026
Di.
8:32
Tag #
6899
157
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Ich lausche erschöpft Biohazard. Passt wie die Faust aufs Auge. Zwei Monate lange hatte ich vergeblich für unsere kleine Familie ein leistbares Appartment in Dahab gesucht. Die Preise für Appartments in Dahab waren schon lange hoch. Dieses Jahr durchbrechen die Monats-Mieten endgültig die Schallmauer zur vollwertigen Geisteskrankheit. Gier und Grosskotzigkeit töten ein Paradies. Es ist unendlich traurig.

Kein Problem hat nur einen Grund. So auch nicht die Unterkunftspreise in Dahab. Angebot und Nachfrage. Makler und Millionäre. Ägyptische möchtegern-„Makler“ in allen Facebook Gruppen rufen dieses Jahr Preise von 3.000 US $ und mehr für einen Monat im Strandappartment aus. Ein schönes Zweizimmer-Appartment zwischen der zweiten bis fünfte Reihe beginnt bei 750 US $. Weiter im Inland kann man kleine spartanische und oft dunkle Zimmer ab 250 US $ bekommen. (mehr …)

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Way Portal Kiteboard Finnen Test

K
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#777
1304
2026
Mo.
9:11
Tag #
6884
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Die Way Portal Kiteboard Finnen wollte ich schon lange mal testen. Ihr Preis ist mit 189,00 € für vier bzw. 119,00 € für zwei ist durchaus heftig. Ob sie die gewünschte Mehrleistung bringen, und das Geld wirklich wert sind erfahrt ihr im Test. Ich kite seit 1999. Fahre ausschliesslich Freestyle 140er Twintip und springe gerne hoch. 100kg, 52 Jahre, am liebsten am 10er Core XR in 25-28 Knoten.

Mein Testgebiet ist die Lagune von Dahab im Sinai mit ihrem recht flachen Wasser. Im Oktober 2025 hatte ich hier an 27 von 30 Tagen stets 18 bis 28 Knoten. Ab mitte März 2026 brachen die heftigsten Regenfälle seit Jahren über Ägypten herein. In Cairo hagelte es. Durch ganz Ägypten tobten gigantische Sandstürme, und heftige Springfluten rauschten manchen Wadi hinab. Auf dem Berg Mose schneite es. Doch kitebarer Wind blies dieses Frühjahr nur an acht von 28 Tagen in Dahab. (mehr …)

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Schnee in der Wüste Sinai

R
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#776
0104
2026
Mi.
15:07
Tag #
6872
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Der Sinai ist eine der trockensten Regionen der Welt. Während unserer Elternzeit in Dahab fällt Schnee auf dem Berg Mose. Die heftigsten Regenfälle seit Jahren schicken Springfluten durch die Wüste. In Kairo hagelt es. Dann ziehen gigantische Sandstürme durchs Land. Zwei Wochen fast permanenter Flaute schicken urplötzlich mit starken Südwinden vier Meter hohe Gischt über die Uferpromenade von Dahab.

Im nahen Iran führt der Lügenkönig Krieg. Ice-T witzelt: „Ich verstehe nicht, warum jeder Trump mit dem Teufel vergleicht. Ja, er ist böse. Aber doch nicht so böse wie Trump.“ Ich ertappe mich dabei, Humanissmus mit SS zu schreiben – nur um direkt darauf das Ende des selbigen zu postulieren. Die ganze Welt ist verrückt geworden. (mehr …)

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Kitesurfen in Dahab

K
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#775
1810
2025
Sa.
2:41
Tag #
6707
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So abwechslungsreich Dahab auch sein mag: hergekommen bin ich vor allem für meine Religion, das Kitesurfen. Ich wurde reichlich erleuchtet. In meinem Monat hier war ich an achtzehn Tagen auf dem Wasser. Der Wind lag dann immer zwischen 18 und 25 Knoten, manchmal mit Böen bis über 30 Knoten. An fünf Tagen war wirklich Flaute. Sieben weitere Tage waren zwar mit 15 bis 18 Knoten noch kitebar. Aber ich bin hier in Dahab ein echter Wind-Snob geworden. Unter 18 Knoten? Langweilig!

Den 13er Edge habe ich drei mal aufgebaut – aber nie benutzt. Jeden Morgen pünktlich um 10 Uhr wird der Wind schlagartig um ca. fünf Knoten stärker. Danach kannst du fast wie am Gardasee die Uhr stellen. Kaum wurde der Wind wieder knackig, war es auch schon wieder zuviel für den 13er. Ich bin einen ganzen Monat ausschliesslich den geliebten Core XR 10m² gefahren. Die besten Vorhersagen lieferte Windguru, und zwar zwischen dem WRF3 und dem WRF9 Modell. Abweichungen waren zumeist nur minimal um ein bis zwei Knoten. (mehr …)

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Mel Gibson würde Dahab lieben!

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#774
0910
2025
Do.
18:51
Tag #
6698
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Spät nachts kommen sie in den Dorm. Packen aus. Sehr langsam, vorsichtig und extrem „rücksichtsvoll“. Flüstern. Knistern. So geht das über drei mal einschlafen und gefühlte Stunden. Dann knallt ein Hartschalen-Trolley aus dem oberen Stockbett auf die Fliesen herunter.  Ich habe ein Déjà vu.

Keine Nation der Welt kann mich so rücksichtsvoll und hoch auf die Palme bringen wie Chinesen beim nächtlichen räumen im Dorm. Jede Socke ist einzeln verpackt in eine Knistertüte. Das Kontrollgespräch am Morgen sagt: knapp daneben. Auch Japaner sind wohl rücksichtsvolle Nachtarbeiter. Der Wind macht drei Tage Pause. Ich kümmere mich um das Golive von Hambuger-Fischwerker.de(mehr …)

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Big Boys Play @ Baby Bay!

K
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#773
0610
2025
Mo.
19:35
Tag #
6695
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Nach einem ganzen Jahr fast ohne Kiten brauche ich gut zwei Wochen Rehab in Dahab, um wieder fit zu werden. Über lange Zeit bekomme ich die Kante einfach nicht richtig ins Kabbelwasser der Lagune rein. Ich schreie sie an. Mit der Zeit werden die Sprünge endlich höher.

Mich fasziniert es, wie unendlich lange es dauert, mein Sprungbein umzustellen. Es ist doch so einfach: schnell anfahren, abfallen, Kante reinhauen, Kite zurück, Pop und Abflug. Immer das gleiche, seit 25 Jahren. Doch erst hier, fünf Jahre nach der Umstellung, komme ich mit meinem „neuen“ Sprungbein wieder auf knapp neun Metern. Mit dem alten Sprungbein war das und mehr überhaupt kein Problem. Ich arbeite hart daran, meinen alten Rekord zu knacken – und freue mich wie ein Kind über jeden genagelten Sprung. (mehr …)

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Alltag in Dahab

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#772
0410
2025
Sa.
12:10
Tag #
6693
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Das teure Chill Opposite Music Festival fegt für vier Abende das gesamte Hostel leer. Zusammen mit den Lohnauszahlungen zum Beginn des Oktobers sorgt es dafür, dass kein Geldautomat in Dahab mehr seinen Dienst verrichtet. Erst am Tag darauf spuckt der achte aufgesuchte Automat mit der dritten Kreditkarte wieder etwas Geld aus. Ich hatte keinen Cent mehr.

Im Rafiki Oasis fällt das Wasser aus. Das ist für den Webdesigner weniger schlimm als das meist nur tröpfelnde Wlan. Auch meine 22 GB mobile Daten werde ich in dem Tempo kaum bis zum Monatsende verbraten können. Nach zwei Wochen hier bin ich der Hostel-Opa. Das Schicksal fährt nun härtere Geschütze auf. Mein neuer Dorm Nachbar ist ein Holzfäller. Seine extrem rostige Kettensäge leidet unter permanenten Fehlzündungen. (mehr …)

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Rafiki Dahabibi

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#771
0110
2025
Mi.
15:13
Tag #
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Vermutlich habe ich in meinem Leben in über 500 Hostels geschlafen. Hier in Dahab lege ich meine Meisterprüfung ab: einen ganzen Monat im Rafiki Oasis Hostel Dorm. Mit Frau und Kind gingen Hostels die letzten Jahre überhaupt nicht mehr. Diese Reise wird „back to the roots“: viel Spass und Erholung mit wenig Geld und vollem Minimalismus.

Rafiki Dahab ist mehr als ein Hostel. Es sind wenigstens drei. Oder auch vier. So genau weiss das keiner. Die Gäste sind international bunt gemischt, doch den größten Teil machen junge studierte Kairoer aus. Vom Rafiki Freizeitprogramm hörte sicher jeder, bevor er hier buchte. So auch ich. Ein bisschen was erwarten wird wohl jeder. (mehr …)

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Sinais Plastik-Helden

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#770
2709
2025
Sa.
14:21
Tag #
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Eine ganze Legion von Straßenkehrern in neongelben Westen kümmert sich Tag und Nacht um den überall in Dahab umherfliegenden Plastikmüll. Bei einer Steigerung der Lebenshaltungskosten von 200% binnen fünf Jahren und Prepaid Stromkarten hat Ägypten wahrlich genug andere Probleme, um die es sich derzeit kümmern müsste.

Doch Ägyptens Superhelden fegen Staub und Plastik. Am Rande der windigen Wüste Sinai. Es ist unendlich bizarr. Auf einer morgendlichen MTB-Tour suche ich umsonst nach vergleichbarem Superheldentum auf dem Meer. Niemand wischt dort das Wasser auf. (mehr …)

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Rehab @ Dahab

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#769
2109
2025
So.
23:16
Tag #
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Ausserhalb eines der drei international buchbaren All Inclusive Hotels ist Dahab so bunt wie schon letztes Jahr im Tropitel Dahab Oasis vermutet. 2015 bekannte sich der Islamische Staat Provinz Sinai zum Bombenanschlag auf das in Sharm El Sheikh gestartetet russische Flugzeug Metrojet 9628. In Folge dessen stellte Russland jeglichen Flugverkehr auf die Halbinsel Sinai für mehrere Jahre ein. Dahab bat den Rest von Ägypten um Hilfe, denn Russen machten bis dahin einen Großteil der Besucher aus. Der Hilferuf wurde erhöhrt. Erst da erfuhr Ägypten von der Existenz Dahabs.

Heute stammen die meisten Besucher Dahabs aus Cairo. So auch in meinem Hostel Rafiki Oasis. Binnen meinen ersten drei Tagen erfahre ich von vielen guten Menschen mehr über die Ägyptische Seele, das Land und seine Politik als bei meinen 25 Jahre währenden zahlreichen Besuchen des Sklaventreiber-Terrourismus im Raum Hurghada, Marsa Alam und Sharm El Sheikh. Ich hatte immer das unbestimmte Gefühl, überhaupt nichts vom Land zu erfahren, das ich bereiste. Erst Dahab ändert das. Hier in Dahab ergibt heute kaum eine Geschichte die ich höre irgendeinen Sinn. Manche Geschichten sind sehr frustrierend. Aber alle interessant. (mehr …)

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Blue Lagoon, Dahab

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#758
1410
2024
Mo.
21:29
Tag #
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Die Blue Lagoon liegt knapp 20 km nördlich von Dahab am Golf von Akkaba und ist ein absoluter Weltklasse-Kitespot. Eine Anreise ist nur mit dem Boot über das Meer möglich – oder mit einem Umweg von über 100 km ab Dahab über das Inland. Ein guter Preis für ein Boot ist laut zahlreichen Locals-Aussagen aktuell 3.000 EGP, also ca. 60 €. Aber auch nach mehrstündigen Verhandlungen mit einigen Anbietern war kein einziger bereit, uns zu diesem Preis mitzunehmen. Wir zahlen 4.000 EGP inclusive Transfer. Der Heimtransport bleibt aus.

Für einen Weltklasse-Kitespot sollte man sich auch gute Winde wählen. Wir nehmen den Tag mit der besten Vorhersage. An der Blue Lagoon bläst der Wind trotz Nähe zu hohen Bergen erstens deutlich konstanter als in Dahab. Zweitens ca. fünf Knoten stärker. Drittens am Nordende offshore über wirklich spiegeglattes Flachwasser. Gerade mal vor einer Woche veranstaltete Red Bull hier noch die „Winds of Sinai“ Competition. (mehr …)

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Die Sterne über der Wüste Sinai

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#757
0810
2024
Di.
23:20
Tag #
6332
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Einen der letzten windstillen Tage vor der Abreise nutzen wir für eine Jeep- und Wandertour in der Wüste Sinai. Im Hotel zahlt man für so einen Trip leicht 40 und mehr Euro. Wir haben gebucht über Masha in der Facebook Gruppe Dahab Digital Nomads. Bei fünf Leuten kostet der Ganztagestrip inclusive Abendessen am Feuer unter dem Sternenhimmel in der Wüste Sinai gut 20 Euro. Was Ihr sehen wollt könnt ihr selbst bestimmen.

Los geht es zur heftigsten Mittagshitze. Auf der Müllkippe vor Dahab brennt der Plastikmüll in bestem Mad Max Endzeit-Stil. Überall hier draußen liegt der Plastikmüll herum, für den wir Reisende zu einem großen Teil verantwortlich sind. Wasser im Glas gibt es nirgends zu kaufen. Aktivisten rufen einstweilen zum Beach Cleanup in Dahab auf. Was soll das bringen? Einige Menschen sehen weniger Müll An Hotspots? Und kümmern sich überall noch weniger… (mehr …)

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Dahab schon was!

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#756
0710
2024
Mo.
15:11
Tag #
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Dahab ist anders als der Rest Ägyptens. Massentourismus ist weit weg. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Die Anreise ab Deutschland ist mit mindestens 15 Stunden ab Checkin schon eine etwas härtere. Eine große internationale Community digitaler Nomaden lebt hier ein buntes Leben. Das wichtigste für uns jedoch: der Wind ballert sehr zuverlässig über flaches Wasser an auch noch im Oktober netten 30 Grad.

Mit Freunden aus England, Berlin und München verabrede ich mich auf eine gute Zeit. Pegasus Airlines schreibt antike Mythologie um in ein kontemporäres „Bumsbomber nach Bangkok“. Trotz langem Stopover in Istanbul bieten sie noch nicht mal gratis Wasser, geschweige denn irgendein gratis Essen an. Ich hatte lange nach einer günstigen Möglichkeit gesucht hierherzukommen. Doch auch die günstigen und schnellen Flüge nach Hurghada sind nach Einstellung des Fährbetriebs nach Sharm El Sheikh keine Option mehr. (mehr …)

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Marsa Alam

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#637
0605
2017
Sa.
16:32
Tag #
3620
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Marsa Alam begrüsst uns mit den kernigsten drei Windtagen aller meiner 15 Jahre in Ägypten. Von früh morgens bis zum späten Nachmittag bläst der Wind mit 18 bis 32 Knoten über türkisblaues Wasser. Ich bin in drei Tagen länger auf dem Wasser als in einem halben Monat in Südafrika. Wir kiten bis der Arzt kommt. In Florians Fall als erstem wortwörtlich.

Bei Ebbe – und die ist hier recht unabhängig von den Mondphasen – bleiben zwischen 50 m nur 10 cm tiefem Wasser am Strand und nochmal 150 m Sandbank vor dem Saumriff gerade mal 200 mal 400 m zum sicheren kiten. Bei 20 Fahrern ist der Spot dicht. Flo weicht bei sehr niedriger Ebbe einem Anfänger zu weit über die reichlich Stein-garnierte „Sand“bank aus und stürzt. (mehr …)

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Hermanus & Good Bye

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#635
1702
2017
Fr.
10:15
Tag #
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Unser letzter Stop ist Hermanus, eineinhalb Stunden östlich von Kapstadt. Das für Whale-Watching berühmte Hermanus strotzt nur so vor guten Restaurants. Wir genießen ein letztes mal die für Veganer eingeschränkte aber fast immer exzellente und abwechslungsreiche Südafrikanische Küche. Unser Hostel Hermanus Backpackers ist das reinste Luxus-Boutique-Hotel mit Pool, Garten, Olivenbäumen und riesiger Küche / Lounge – zu Hostelpreisen.

Am zweiten Tag in Hermanus ist noch ein letztes Mal guter Wind angesagt. Der Spot auf der Lagune hinter dem recht gut Hai-besuchtem Grotto Beach funktioniert leider nur bei den recht selten vorkommenden Windrichungen Ost (bockig, über Land kommend) oder West bis Südwest (clean). Bei Hauptwindrichtung Südost geht nichts. (mehr …)

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Return to Witsand

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#634
1402
2017
Di.
23:12
Tag #
3539
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Auf der Rückreise nach Kapstadt machen wir nochmals Stop in Witsand. Einen Tag ist der Wind offline. Eine als Bayern verkleidete deutsche Band spielt Schunkel-Hits der letzten 100 Jahre in der Breede River Lodge. Daheim wäre es grausam, hier und mit vielen Locals, die uns ständig was anderes alkoholisches zum probieren spendieren wollen mehr als lustig.

Am zweiten Tag kommt nochmal ganz wunderbar konstanter Wind mit gut 20 Knoten über den Freestylespot in der Flussmündung. Mein Rücken macht wieder mit. Die Hangtime ist gut und das Panorama vor den Sanddünen gigantisch. Mit bis zu zehn Kitern ist der Spot schon recht voll, aber alle nehmen Rücksicht – und fahren sehr gut. Ausserdem reduziert die Anzahl deine Chancen auf den Hauptgewinn im Hairoulette. (mehr …)

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Knysna

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#633
1202
2017
So.
21:03
Tag #
3537
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Wir cruisen nochmal knapp 500 km nach Knysna in den Osten. Unsere erste Tour entlang der Garden Route endete in Mosselbay. Wir dachten da würde sich nicht mehr viel ändern. Vollkommen falsch gelegen! Die noch vor drei Wochen braun verbrannte Steppe östlich Kapstadts ist nach ein paar Regenfällen jetzt wieder grün. Spätestens ab George meint man in einem komplett anderen Land anzukommen.

Alle paar Kilometer münden über große schilfbewachsene Buchten Flüsse in den indischen Ozean. Flamingos, Störche, Reiher und Kraniche stolzieren dazwischen. Die an der steilen und bis zu 1600 m hohen Küstenkordillere 15 km landeinwärts klebenden Wolken bringen regelmäßíg ergiebigen Regen. Die Wälder von dort bis zur Küste sind so grün wie Neuseeländischer Regenwald. Es wachsen Farne und sogar der neuseeländische Weihnachtsbaum mit seinen roten Blüten. (mehr …)

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Kap der guten Hoffnung & Muizenberg

K
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#632
0802
2017
Mi.
23:31
Tag #
3533
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Wir checken von Blouberg aus den kleinen Sandvlei See hinter Muizenberg. Laut Anwohnern darf man dort kiten, obwohl ein Teil des Sees Vogelschutzgebiet ist. Zum Aufbauen gibt es einen Park mit Gras, Einstieg geht am besten im seeseitigen Luv über einen kleinen Sandstrand. Im Lee ist der Ausstieg steil und steinig. Der Wind ist noch offline. Wir fahren weiter.

Am bunten Strand von Muizenberg toben sich dutzende Surfer in den Wellen aus. Der Boyes Drive von Muizenberg nach Fishhoek bietet Panorama ohne Ende. Da Südafrika an manchen Orten etwas zu tief in die Tasche greift, entscheiden wir uns am Eingang zum Nationalpark Kap der guten Hoffnung für die Methode „Blinder Passagier unter massig Kite-Gepäck“. Das spart elf Euro für einen schönen aber auch recht leblosen Park. (mehr …)

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Langebaan zum zweiten

K
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#631
0702
2017
Di.
18:33
Tag #
3532
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Durch die Rush Hour von Kapstadt hole ich unseren neuen Mietwagen am mit dem Bus gut eineinhalb Stunden entfernten Flughafen ab. Wir siedeln über ins nahe Saltycrax Hostel. Die Besitzerin hat in den letzten Jahren ein Programm für Freiwilligenhelfer in den Townships aufgebaut. Derzeit sind in Hostel und nahen Häusern satte 70 Freiwillige untergebracht.

Unser Zimmer ist zum Glück überbucht. Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Zeit in Blouberg deutlich zu verkürzen. Die Wellen sind mir zu herb, das Wasser mit ca. 13 Grad wirklich kalt und mehr als 25 Knoten Wind brauche ich auch nicht. Blouberg ist ein weisses Luxusghetto ohne Charme. Die Volunteers träumen vom Weltfrieden, die Kiter von den Wellen und der Rest von Sicherheit. (mehr …)

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Blouberg & King Of The Air

K
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#630
0502
2017
So.
22:01
Tag #
3530
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Jeder Kiter weiss, daß der größte Big-Air Wettbewerb der Kiter-Welt in Kapstadt stattfindet. Was wir nicht wussten war, daß er gerade mal zwei Kilometer entfernt von unserer neuen Unterkunft am Blouberg Kite Beach stattfindet – und zwar genau an dem Tag, an dem wir umziehen.

Die Wellen am Blouberg-Strand sind an unserem Ankunftstag mit gut einem Meter noch recht gemütlich. Der Wind knattert mit gut 20 bis 25 Knoten sideon an den breiten weissen Strand mit Traumpanorama auf den Tafelberg und Kapstadt. Wir zählen über 200 Kiter auf dem Wasser. Der Strand ist zehn Kilometer lang – aber bei den Bedingungen sind mir schon die 15 Kiter auf „meinen“ 200 Metern zuviel. Nach einer knappen Stunde Angsthasen-Kiten am Neuner hab ich genug. (mehr …)

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Kapstadt

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#629
3101
2017
Di.
7:16
Tag #
3525
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Südafrika ist bunt. Der Wechsel vom ruhigen Langebaan und dem Ende-der-Welt Chill² in Witsand mitten rein in die vier Millionen Einwohner von Kapstadt könnte nicht drastischer ausfallen. Auf der Anreise machen wir noch Abstecher über den Tradouw-Pass ins Weinland hinter den Bergen und inspizieren einen potentiellen Flachwasserspot bei Hermanus.

Unser Hostel sah etwas vom Schuss aus. Tatsächlich liegt das Cat and Moose mit seinen schönen alten Räumen mitten im Herzen der Long Street. Die Long Street ist die Bourbon Street von Kapstadt, eine ungaubliche Partymeile mit unzähligen Restaurants, Kneipen, Live-Clubs und feinen House-Schuppen. Da wir auch noch übers Wochenende gebucht haben ergibt sich ein recht heftiges Tag & Nacht Doppel-Programm. (mehr …)

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Witsand

K
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#628
2501
2017
Mi.
9:44
Tag #
3519
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Südafrika ist riesig. Unser Weg führt gute fünf Stunden vorbei an Kapstadt Richtung Osten auf der Garden Route. Auch auf der Indischen Seite ist das Land sehr trocken. Es hat seit Monaten keinen Tropfen geregnet. Auf dem Sir Lowrys Pass gehen Affen dem Mundraub nach. Der Staudamm dahinter ist auf 40% Füllstand gesunken. In 80 bis 90 Tagen geht Kapstadt das Wasser aus.

Nach gut 400km durch unendliche Weiten abgeernteter Weizenfelder folgen wir dem Schild nach Witsand. Die letzten 50 km führen über eine an beiden Seiten von Straussenfarmen gesäumte Highspeed-Schotterpiste. Das kleine Dorf Witsand liegt sehr idyllisch an der Flussmündung des Breede River, einer der größten Flüsse Südafrikas. Die 300m breite Mündung zaubert hinter großen Dünen einen der schönsten Flachwasser-Kiteposts weltweit. (mehr …)

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Langebaan

K
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#627
2201
2017
So.
12:58
Tag #
3516
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Südafrika ist eigenartig. Nach 150km mit 3 Kurven durch eintönigste Brasilianische Pampa kommen wir in Langebaan an. Langebaan sah auf der Karte aus wie eine Großstadt, doch 90% der Häuser sind nur Ferienhäuser, und sie stehen selbst mitten in der Hochsaison alle leer – hinter dicken fiesen Zäunen auf viel zu viel leerem Platz.

So eigenartig die Umgebung ist, so wunderbar sind die Menschen. Der erste ist Däne Per. Sein Vater Poul war mit 88 der älteste Kiter der Welt. Er starb glücklich in seinem Wetsuit an einem Herzinfarkt. 150 Kiter versammelten sich in einem Kreis im spiegelglatten Dänischen Meer, wie König Arthurs Tafel in XXL. Sie verstreuten seine Asche. Plötzlich fing das tote Meer an zu leben. (mehr …)

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Vergesst Sansibar!

R
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#622
1602
2016
Di.
17:49
Tag #
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Auf gerade mal einer Woche guten Wind folgt umgehend die nächste Woche Permaflaute. Notgeilen Kitern fallen die Flügel bei acht Knoten aus dem Himmel. Ein böser Mageninfekt versucht mir einige Tage jedes Essen zum falschen Ende rauszudrücken. Bei Höchststand der Flut laufe ich über einen Knacksfolien-Teppich aus tausenden Quallen ins acht Kilometer nördlich gelegene Dongwe. Ärmste Dörfer und Müllhalden am Strand wechseln sich ab mit leerstehenden Luxusresorts.

Paje ist auf einmal komplett verlassen. Sprünge jetzt noch Jack Nicholson irre grinsend mit einer Axt hinter einer Palme hervor, würde ich ihm einfach meinen Bauch hinhalten: „Da, kannst haben, is eh scho kaputt.“ Der Friedhof von Paje ist gleichzeitig die Müllhalde, und ganz Paje ein Friedhof. (mehr …)

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Kiten mit Quallen

K
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#621
0502
2016
Fr.
16:53
Tag #
3164
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Alle Locals und Langzeit-Kiter sagen, dass der Wind auf Sansibar seit Dezember 2015 aussergewöhnlich schlecht war. Am Ende meiner zweiten Woche mit bisher gerade mal drei guten Tagen kommt er endlich an. Sechs Tage bläst der Wind jeden Tag einige Stunden mit 14 bis 22 Knoten. Wir haben viel Spass im Flachwasser am Strand und in den bis zu zwei Meter hohen Wellen am äußeren Riff.

Die z.B. auf Kitereisen veröffentlichte Windstatistik machen falsche Hoffnung. Für Januar gibt sie fast 100% Gleitwind. Selbigen definiert sie mit 4 Beaufort = 11 bis 15 Knoten. 11 Knoten werden auch tatsächlich fast jeden Tag erreicht, für ein paar Stunden, und oft nur in Spitzen. Selten wird der Grundwind deutlich stärker. Seit Mitte Dezember 2015 gab es wenige Tage mit wenigstens 15 Knoten Grundwind. (mehr …)

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