Der weltweit größte unabhängige Kitereisen-Blog - 240 Kitespots - 784 Reiseberichte

Dein Kiteurlaub-Planer

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#766
2107
2025
Mo.
7:05
Tag #
6618
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Du suchst nach Deinem Traum-Kiteurlaub, individuell auf Deine Wünsche zugeschnitten? Aber willst nicht mehrere Tage mit der Planung verbringen? Ich bin Dein Kiteurlaub-Planer! Mit über 25 Jahren weltweiter Kite-Erfahrung, gut 60.000 auf dem Landweg gereisten Kilometern, über 250 besuchten Kitespots und guten Kontakten in aller Herren Länder biete ich Dir mein umfangreiches Wissen an.

Teile mir die Wünsche zu Deinem perfekten Kite-Urlaub im Formular unten mit. Binnen maximal 48h bekommst Du eine konstenlose Erstinformation, welche Ziele mir für Deine Wünsche als erstes in den Kopf kommen – und ob Dein Budget und gewünschte Termine hierzu passen. (mehr …)

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Roadtrip26: Going home

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#793
3006
2026
Di.
21:11
Tag #
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An der Grenze zwischen Bosnien und Kroatien schmelzen wir ein letztes Mal in 36°C eineinhalb Stunden im Stau wartend dahin. Zurück im Königreich des EU-Roamings suchen wir den vorletzten Stop der Reise aus.

Ende Juni drehen fast alle Campingplätze in Kroatien und Slowenien vollkommen durch. 50 bis 100 € am Tag für Zelt, zwei Erwachsene und ein Kind – ohne Auto und Strom – sind der Standard. Ein einziger Platz akzeptiert noch unsere ACSI Card für gemäßigte 25 €. (mehr …)

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Roadtrip26: Im Una Nationalpark

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#792
2806
2026
So.
4:50
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Auf der Reise nach Norden in den Una Nationalpark durchqueren wir das Livno Karstfeld. Es ist mit 65 mal bis zu zehn Kilometer das größte periodisch überschwemmte Karstbecken der Welt. Die Landschaft erinnert stark an die zentrale Ebene der Neuseeländischen Südinsel: unendlich flach, weit und jetzt im Sommer trocken. Nur der alle viertel Stunde entegegenkommende uralter Lada Jeep sagt dir, dass du woanders bist.

Genau hier verlief die hart umkämpfte Frontlinie im Bosnienkrieg von 1991 bis 1995. Das Livno Becken ist kaum bewohnt. Auf vier im Krieg zerstörte oder einfach aufgegebene Häuser kommt ein eventuell noch bewohntes. Die Serben wurden im Krieg fast vollständig vertrieben. (mehr …)

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Roadtrip26: Zur Fussball WM in Mostar

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#791
2506
2026
Do.
22:21
Tag #
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Bosnien-Herzegowina gewinnt in der Fussball-WM mit 3:1 gegen Katar. Damit erreichen sie eventuell das Achtelfinale. Die Folge? Bengalos. Feuerwerk und dicke Bölller. Freudentränen. Autokorsos mir drei Meter grossen Flaggen. Als Deutschland das Halbfinale im Sommermärchen 2006 erreichte war der Jubel deutlich bescheidener.

Wir Deutschen haben die Freude schon lange verloren. Dabei können wir noch immer so viel: Pünktlich. Zuverlässig. Innovativ. Betrachte ich Deutschland 2026, dann erscheint es mir exakt wie das negative Spiegelbild der Bosnischen Fussball-Freude. Wir mosern, jammern, streiten – und vergessen darüber vollkommen, wofür wir stehen. (mehr …)

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Roadtrip26: Geflashed von Tale

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#790
2306
2026
Di.
21:21
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Was ich am Reisen so sehr liebe? Die Überraschungen. Die guten wie die schlechten. Das unerwartete. Alles, was man nicht planen kann. Kreuzfahrer und Dauercamper sind – mit eenigen Ausnahmen – mein natürlicher Todfeind. Es lebe der Roadtrip!

Im einen Moment hast du einfach die Schnauze gestrichen voll. Und im nächsten kannst du dein Glück kaum fassen. Über den Bergen vor Tirana bildet sich eine Superzelle. Es blitzt durch einen Wolkenbruch. Aber wir biegen von der totalen Pleite in Dürres kommend einfach nach links ab. (mehr …)

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Roadtrip26: Tiefpunkt im Osumi Canyon

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#789
2206
2026
Mo.
23:04
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Der Osumi Canyon ist nicht der tiefste Canyon Europas. Einen Tag vor unserer Abreise aus Griechenland setzen wir ihn auf unsere Rückreise-Route. Im wirklich hintersten Bergland Albaniens gelegen steht schon die Anreise zum Osumi Canyon unter überhaupt keinem guten Stern.

Google Maps sagt „ab Meteora mit Maut fünfeinhalb Stunden plus Grenzkontrolle“. Dann schreibt uns die Gastwirtin an: „Anreise via Përmet geht derzeit nur mit Jeep“. Genau das wäre jedoch unsere Route gewesen. Der Umweg schlägt nochmal satte 150 km und zweieinhalb Stunden auf die ohnehin schon lange Reisezeit oben drauf. Zweieinhalb Stunden für 150 km? (mehr …)

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Roadtrip26: Meteora

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#788
1906
2026
Fr.
23:11
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Von Olympia geht es weiter über kleine Straßen im Landesinneren der Peloponnes nach Patras. Die Roro-Fähren nach Andirrio sind recht schnell be- und entladen. Wir erwischen diesemal leider die „rückwärts rauf“ Fähre. Hier dauert alles deutlich länger – bei fünf Zentimetern Abstand zum nächsten LKW.

Unser Weg ist heute sehr weit. Wir nehmen erstmals ein großes Stück Autobahn. Ab Ioannina wird die Autobahn A2 recht spektakulär. Sie besteht hier fast nur noch aus Brücken und Tunneln.  Auf  bis zu 1.050 m Höhe führt sie tief ins Pindos Gebirge. (mehr …)

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Roadtrip26: Zwei Finger bis Olympia

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#787
1806
2026
Do.
22:02
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Weiter geht es über verlassene Straßen und blaue Buchten über die zwei westlichen Finger der Peloponnes. Ein kleines Schild im Nirgendwo bietet bescheiden Kaffee an. Ein selbst Google Maps unbekannter  Feinkostladen direkt an der Landstrasse nordwestlich von Itylo überrascht uns mit seinen über 3.000 lokalen leistbaren Leckereien.

Tagesziel ist Finindouka, ein noch recht ruhiges Dorf am westlichen Finger der Peloponnes. Der Campingplatz liegt direkt am von einem kleinen Fluss durchzogenen Privatstrand mit Sonnenschirmen und Liegen. Nach gut vier Wochen Roadtrip sagen wir hier dem Meer lebewohl. (mehr …)

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Roadtrip26: Gythion Bay

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#786
1406
2026
So.
23:40
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Der Weg soll weiter unser Ziel sein. Daher wollen wir die Peloponnes auf kleinen Landstraßen von Norden nach Süden duchqueren. Bei Diakopto verlassen wir die Küste und fahren durch die Schlucht von Voraikos steil bergauf ins Landesinnere.

Die Felswände glühen rot in der Morgensonne. Ab der dritten Haarnadelkurve mutiert der Berg zum Gugelhupf. Die Absturzhöhe beträgt wenigstens 50 m. Absicherungen gibt es gar keine – genausowenig wie das erste Mal in Griechenland Verkehrstoten-Gedenkstätten. Vermutlich liegen sie einfach 200 m tiefer im Canyon. (mehr …)

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Roadtrip26: Freakspotting @ Cape Drepano

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#785
1106
2026
Do.
21:51
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Ein Local bat mich, nichts über Cape Drepano zu schreiben. Ich mache es trotzdem, denn keiner der gelesenen Berichte sagte auch nur ansatzweise, wie gefährlich der Spot ist. Für wenigstens 95% aller Kiter ist Cape Drepano definitiv nichts.

Wir reisen früh von Lefkada ab und kommen dank einigen mautfreien Kilometern Autobahn recht zügig nach Süden voran. Den Rest fahren wir die alte Nationalstrasse bis Andirrio. Menschenleere Geisterdörfer neben der Autobahn erzählen vom Verlust aller Einnahmen. (mehr …)

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Roaadtrip26: Absolution @ Lefkada

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#784
0906
2026
Di.
23:05
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Hinter der Griechischen Grenze geht es weiter auf kleinen Landstraßen durch die tiefe Kalamas Schlucht im steilen Pindos Gebirge. Ein invasiver Pilz verwandelt hier gerade die teilweise mehrere hundert Jahre alten Platanen in gespenstisch anmutende Baum-Zombies. Einzelne Dörfer liegen verlassen in der Mittagshitze.

Die Geschwindigkeit in Griechenland pendelt sich mit „20 drüber“ fast schon auf Europäische Maßstäbe ein ein. Die Frequenz der Verkehrstoten-Schreine bleibt extrem hoch und das Überholen 100% regelbefreit. Bis auf wenige Kilometer rund um Split und den Tunnel durch den Ambrakischen Golf bei Preveza sind wir die gut 2.600 km hierher komplett mautfrei gefahren. Das erste Pita Gyros in Preveza ist verdient. Der Schlumpf ist hellauf begeistert. (mehr …)

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Roadtrip26: Albanien gegen Trump

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#783
0706
2026
So.
22:17
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6939
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Die Einreise von Montenegro nach Albanien geht eigentlich recht schnell. Eigentlich. Man muss nur aufpassen, nach maximal fünf Sekunden nachzurücken. Sonst schiebt sich einer vor. Da sich zusätzlich auch noch massig Biker vordrängen dauert es dann doch fast eineinhalb Stunden. Auf den letzten 100 m vor der Grenze kommen auf jeden abgefertigten zwei Vordrängler. Lautes Pöbeln steigert sich fast zu einer Schlägerei. Dann öffnet die zweite Spur.

In Nordalbanien sind die Straßen ganz wunderbar Kacke. Tiefe Schlaglöcher, Staus und idiotischste Geschwindigkeitsbeschränkungen ziehen an Unmengen von Verkehrstoten-Schreinen in Größe vollwertiger Mausoleen vorbei. Zwei Italienische Hells Angels schaufeln uns den Weg durch einige Polizeikontrollen frei. Montenegrinos Fahne ist Rot. Rot ist Gebot. „60“ bedeutet „mindestens 60 km/h“. Der Fahrstil ist hier noch einen Tick herber als in Montenegro. Wir sind im Wilden Osten. (mehr …)

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Roadtrip26: Armes, reiches Montenegro!

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#782
0306
2026
Mi.
22:54
Tag #
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Von meiner letzten Reise nach Montenegro weiss ich ehrlich gesagt nicht mehr viel. Die wilde Hamburg-Hilde holte mich mit dem Auto zuhause ab. Wir knüppelten im Schichtbetrieb 24h nonstop über Feldwege und Ziegenweiden runter bis nach Ulcinj. Da der Wind zwei Wochen mehr als mau blieb wurden die Nächte ein einziger Sturm.

Heute ist gut zehn Jahre später. An der südlichen Grenze Kroatiens warten wir zweieinhalb Stunden auf die Einreise. Die 190 km bis Ulcinj sind eine einzige Baustelle. Den Meerbusen bei Kotar kürzen wir mit einer kurzen Autofähre ab. Das bis dato unbekannte Gefährt wird für den kleinen Schlumpf zum Piratenschiff. Direkt darauf treffen wir auf echte Piraten. Sie stehen hinter dem Tresen vom Burger King und fordern deutlich mehr Gold denn in deutschen Gefilden. (mehr …)

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Roadtrip26: Kroatien

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#781
3105
2026
So.
21:20
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6932
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Von Grado aus geht es über Triest und Slowenien auf kleinen Landstraßen bis nach Nin ins Herz Kroatiens. Die Kleine geniesst die Reise in vollen Zügen. Nin wird häufig als der windigste Kitespot Kroatiens bezeichnet. Zu unserem Besuch ist er das leider überhaupt nicht der Fall.

Lange Flaute ist egal, denn unser schöner kleiner Campingplatz in Zlaton hat einen Pool. Der Schlumpf ist überglücklich, die Nachbarn gut und das Bier kalt. Wenige Meter runter zum Meer versinkt die Sonne im Feuerwerk zum Sundowner. (mehr …)

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Roadtrip26: Österreich, Slowenien & Italien

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#780
2405
2026
So.
22:30
Tag #
6925
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Unsere Elternzeit-Reise startet auf kleinen Straßen durch Bayerns Süden nach Salzburg. In Obertauern fordert der kleine Schlumpf mit den letzten Resten des Winters eine Schneeballschlacht. Über den steilen Karawankenpass geht es mautfrei bis zum ersten Stop nahe Villach auf einen kleinen Bauernhof. Die Berliner Wirtin hat ihre Heimat und Berufung gefunden. Ein kleiner Mensche freut sich über Trampolin, Baumhaus, Ziegen, Pferde und ein Bomben Frühstück.

Früh am nächsten Morgen geht es weiter über den Wurzenpass nach Slowenien. Im ersten Weltkrieg starben genau hier mehr Menschen an Hunger und Kälte als an den erbitterten Kämpfen. Heute haben wir schon lange Frieden. Heute schätzt man den Frieden wohl nicht mehr sonderlich hoch ein. Bergauf kämpfen sich ganze Schwadrone von Rennradfahrern in 25°C reichlich Schweiss blutend zur Passhöhe. Bergab hält einer bei 80 km/h lange Zeit durch enge Kurven Kontakt zu unserer hinteren Stoßstange. Anders als seine Vorfahren erreicht er Slowenien jedoch lebendig. (mehr …)

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Kriechendland

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#779
1905
2026
Di.
6:41
Tag #
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Eigentlich hat die kleine gar nicht viel gemacht. In der Vorbereitung unserer Elternzeit wurde bei ihr aus „Griechenland“ einfach „Kriechendland“. Damit hat sie schon wieder eine Satire-Steilvorlage und Rechtfertigung ihrer Witzigkeit geliefert. Ein Land kriecht zum Ende. Ich hab nie gedacht, dass wir mal so weit kämen. Sind wir aber. Wie meinte der Ami in der Wirtschaft heute? „There’s still plenty of good left in your lovely Germany.“. Danke! Die Römer haben vor 2000 Jahren in Germanien sicher exakt den gleichen Spruch abgelassen – bevor sie uns mit Pizza „erlösten“.

Ich überlege kurz. Besonders stolz war ich eigentlich nie darauf, ein Deutscher zu sein. Ich sah es eher als eine Medallie für Zuverlässigkeit in Überregulation und Versagen. Jeder Reisende weltweit schüttet dir zumeist ungefragt eine leicht euphorische riechende Masse an positiven Adjektiven drüber: „Zuverlässig. Pünktlich.“. Fertig! Aufwischen! Für die gesamte südliche Welt hingegen scheint Deutschland noch immer ein Anagram von „Paradies“ zu sein. Ich degeneriere einstweilen offensichtlich zum Analphabeten. (mehr …)

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Wie findet man ein Appartment in Dahab?

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#778
2804
2026
Di.
8:32
Tag #
6899
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Ich lausche erschöpft Biohazard. Passt wie die Faust aufs Auge. Zwei Monate lange hatte ich vergeblich für unsere kleine Familie ein leistbares Appartment in Dahab gesucht. Die Preise für Appartments in Dahab waren schon lange hoch. Dieses Jahr durchbrechen die Monats-Mieten endgültig die Schallmauer zur vollwertigen Geisteskrankheit. Gier und Grosskotzigkeit töten ein Paradies. Es ist unendlich traurig.

Kein Problem hat nur einen Grund. So auch nicht die Unterkunftspreise in Dahab. Angebot und Nachfrage. Makler und Millionäre. Ägyptische möchtegern-„Makler“ in allen Facebook Gruppen rufen dieses Jahr Preise von 3.000 US $ und mehr für einen Monat im Strandappartment aus. Ein schönes Zweizimmer-Appartment zwischen der zweiten bis fünfte Reihe beginnt bei 750 US $. Weiter im Inland kann man kleine spartanische und oft dunkle Zimmer ab 250 US $ bekommen. (mehr …)

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Way Portal Kiteboard Finnen Test

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#777
1304
2026
Mo.
9:11
Tag #
6884
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Die Way Portal Kiteboard Finnen wollte ich schon lange mal testen. Ihr Preis ist mit 189,00 € für vier bzw. 119,00 € für zwei ist durchaus heftig. Ob sie die gewünschte Mehrleistung bringen, und das Geld wirklich wert sind erfahrt ihr im Test. Ich kite seit 1999. Fahre ausschliesslich Freestyle 140er Twintip und springe gerne hoch. 100kg, 52 Jahre, am liebsten am 10er Core XR in 25-28 Knoten.

Mein Testgebiet ist die Lagune von Dahab im Sinai mit ihrem recht flachen Wasser. Im Oktober 2025 hatte ich hier an 27 von 30 Tagen stets 18 bis 28 Knoten. Ab mitte März 2026 brachen die heftigsten Regenfälle seit Jahren über Ägypten herein. In Cairo hagelte es. Durch ganz Ägypten tobten gigantische Sandstürme, und heftige Springfluten rauschten manchen Wadi hinab. Auf dem Berg Mose schneite es. Doch kitebarer Wind blies dieses Frühjahr nur an acht von 28 Tagen in Dahab. (mehr …)

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Schnee in der Wüste Sinai

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#776
0104
2026
Mi.
15:07
Tag #
6872
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Der Sinai ist eine der trockensten Regionen der Welt. Während unserer Elternzeit in Dahab fällt Schnee auf dem Berg Mose. Die heftigsten Regenfälle seit Jahren schicken Springfluten durch die Wüste. In Kairo hagelt es. Dann ziehen gigantische Sandstürme durchs Land. Zwei Wochen fast permanenter Flaute schicken urplötzlich mit starken Südwinden vier Meter hohe Gischt über die Uferpromenade von Dahab.

Im nahen Iran führt der Lügenkönig Krieg. Ice-T witzelt: „Ich verstehe nicht, warum jeder Trump mit dem Teufel vergleicht. Ja, er ist böse. Aber doch nicht so böse wie Trump.“ Ich ertappe mich dabei, Humanissmus mit SS zu schreiben – nur um direkt darauf das Ende des selbigen zu postulieren. Die ganze Welt ist verrückt geworden. (mehr …)

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Kitesurfen in Dahab

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#775
1810
2025
Sa.
2:41
Tag #
6707
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So abwechslungsreich Dahab auch sein mag: hergekommen bin ich vor allem für meine Religion, das Kitesurfen. Ich wurde reichlich erleuchtet. In meinem Monat hier war ich an achtzehn Tagen auf dem Wasser. Der Wind lag dann immer zwischen 18 und 25 Knoten, manchmal mit Böen bis über 30 Knoten. An fünf Tagen war wirklich Flaute. Sieben weitere Tage waren zwar mit 15 bis 18 Knoten noch kitebar. Aber ich bin hier in Dahab ein echter Wind-Snob geworden. Unter 18 Knoten? Langweilig!

Den 13er Edge habe ich drei mal aufgebaut – aber nie benutzt. Jeden Morgen pünktlich um 10 Uhr wird der Wind schlagartig um ca. fünf Knoten stärker. Danach kannst du fast wie am Gardasee die Uhr stellen. Kaum wurde der Wind wieder knackig, war es auch schon wieder zuviel für den 13er. Ich bin einen ganzen Monat ausschliesslich den geliebten Core XR 10m² gefahren. Die besten Vorhersagen lieferte Windguru, und zwar zwischen dem WRF3 und dem WRF9 Modell. Abweichungen waren zumeist nur minimal um ein bis zwei Knoten. (mehr …)

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Mel Gibson würde Dahab lieben!

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#774
0910
2025
Do.
18:51
Tag #
6698
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Spät nachts kommen sie in den Dorm. Packen aus. Sehr langsam, vorsichtig und extrem „rücksichtsvoll“. Flüstern. Knistern. So geht das über drei mal einschlafen und gefühlte Stunden. Dann knallt ein Hartschalen-Trolley aus dem oberen Stockbett auf die Fliesen herunter.  Ich habe ein Déjà vu.

Keine Nation der Welt kann mich so rücksichtsvoll und hoch auf die Palme bringen wie Chinesen beim nächtlichen räumen im Dorm. Jede Socke ist einzeln verpackt in eine Knistertüte. Das Kontrollgespräch am Morgen sagt: knapp daneben. Auch Japaner sind wohl rücksichtsvolle Nachtarbeiter. Der Wind macht drei Tage Pause. Ich kümmere mich um das Golive von Hambuger-Fischwerker.de(mehr …)

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Big Boys Play @ Baby Bay!

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#773
0610
2025
Mo.
19:35
Tag #
6695
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Nach einem ganzen Jahr fast ohne Kiten brauche ich gut zwei Wochen Rehab in Dahab, um wieder fit zu werden. Über lange Zeit bekomme ich die Kante einfach nicht richtig ins Kabbelwasser der Lagune rein. Ich schreie sie an. Mit der Zeit werden die Sprünge endlich höher.

Mich fasziniert es, wie unendlich lange es dauert, mein Sprungbein umzustellen. Es ist doch so einfach: schnell anfahren, abfallen, Kante reinhauen, Kite zurück, Pop und Abflug. Immer das gleiche, seit 25 Jahren. Doch erst hier, fünf Jahre nach der Umstellung, komme ich mit meinem „neuen“ Sprungbein wieder auf knapp neun Metern. Mit dem alten Sprungbein war das und mehr überhaupt kein Problem. Ich arbeite hart daran, meinen alten Rekord zu knacken – und freue mich wie ein Kind über jeden genagelten Sprung. (mehr …)

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Alltag in Dahab

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#772
0410
2025
Sa.
12:10
Tag #
6693
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Das teure Chill Opposite Music Festival fegt für vier Abende das gesamte Hostel leer. Zusammen mit den Lohnauszahlungen zum Beginn des Oktobers sorgt es dafür, dass kein Geldautomat in Dahab mehr seinen Dienst verrichtet. Erst am Tag darauf spuckt der achte aufgesuchte Automat mit der dritten Kreditkarte wieder etwas Geld aus. Ich hatte keinen Cent mehr.

Im Rafiki Oasis fällt das Wasser aus. Das ist für den Webdesigner weniger schlimm als das meist nur tröpfelnde Wlan. Auch meine 22 GB mobile Daten werde ich in dem Tempo kaum bis zum Monatsende verbraten können. Nach zwei Wochen hier bin ich der Hostel-Opa. Das Schicksal fährt nun härtere Geschütze auf. Mein neuer Dorm Nachbar ist ein Holzfäller. Seine extrem rostige Kettensäge leidet unter permanenten Fehlzündungen. (mehr …)

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Rafiki Dahabibi

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#771
0110
2025
Mi.
15:13
Tag #
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Vermutlich habe ich in meinem Leben in über 500 Hostels geschlafen. Hier in Dahab lege ich meine Meisterprüfung ab: einen ganzen Monat im Rafiki Oasis Hostel Dorm. Mit Frau und Kind gingen Hostels die letzten Jahre überhaupt nicht mehr. Diese Reise wird „back to the roots“: viel Spass und Erholung mit wenig Geld und vollem Minimalismus.

Rafiki Dahab ist mehr als ein Hostel. Es sind wenigstens drei. Oder auch vier. So genau weiss das keiner. Die Gäste sind international bunt gemischt, doch den größten Teil machen junge studierte Kairoer aus. Vom Rafiki Freizeitprogramm hörte sicher jeder, bevor er hier buchte. So auch ich. Ein bisschen was erwarten wird wohl jeder. (mehr …)

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Sinais Plastik-Helden

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#770
2709
2025
Sa.
14:21
Tag #
6686
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Eine ganze Legion von Straßenkehrern in neongelben Westen kümmert sich Tag und Nacht um den überall in Dahab umherfliegenden Plastikmüll. Bei einer Steigerung der Lebenshaltungskosten von 200% binnen fünf Jahren und Prepaid Stromkarten hat Ägypten wahrlich genug andere Probleme, um die es sich derzeit kümmern müsste.

Doch Ägyptens Superhelden fegen Staub und Plastik. Am Rande der windigen Wüste Sinai. Es ist unendlich bizarr. Auf einer morgendlichen MTB-Tour suche ich umsonst nach vergleichbarem Superheldentum auf dem Meer. Niemand wischt dort das Wasser auf. (mehr …)

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Rehab @ Dahab

K
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#769
2109
2025
So.
23:16
Tag #
6680
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Ausserhalb eines der drei international buchbaren All Inclusive Hotels ist Dahab so bunt wie schon letztes Jahr im Tropitel Dahab Oasis vermutet. 2015 bekannte sich der Islamische Staat Provinz Sinai zum Bombenanschlag auf das in Sharm El Sheikh gestartetet russische Flugzeug Metrojet 9628. In Folge dessen stellte Russland jeglichen Flugverkehr auf die Halbinsel Sinai für mehrere Jahre ein. Dahab bat den Rest von Ägypten um Hilfe, denn Russen machten bis dahin einen Großteil der Besucher aus. Der Hilferuf wurde erhöhrt. Erst da erfuhr Ägypten von der Existenz Dahabs.

Heute stammen die meisten Besucher Dahabs aus Cairo. So auch in meinem Hostel Rafiki Oasis. Binnen meinen ersten drei Tagen erfahre ich von vielen guten Menschen mehr über die Ägyptische Seele, das Land und seine Politik als bei meinen 25 Jahre währenden zahlreichen Besuchen des Sklaventreiber-Terrourismus im Raum Hurghada, Marsa Alam und Sharm El Sheikh. Ich hatte immer das unbestimmte Gefühl, überhaupt nichts vom Land zu erfahren, das ich bereiste. Erst Dahab ändert das. Hier in Dahab ergibt heute kaum eine Geschichte die ich höre irgendeinen Sinn. Manche Geschichten sind sehr frustrierend. Aber alle interessant. (mehr …)

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